Train the Trainer – Kompaktkurs Qualifizierung Ehrenamtlicher für die Hospizarbeit (MA HO TT 260727)

  • Dieses Train-the-Trainer-Seminar bereitet Kursleitende auf die Durchführung des neu entwickelten und bereits mehrfach erprobten Kompaktkurses zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit vor. Besonderes Merkmal dieses Kompaktkurses ist die Kombination aus einem fünfteiligen Kurstag-Format und der Storyline-Methode, die als methodischer Leitfaden des Kurses dient. Innerhalb von fünf Tagen werden die angehenden Ehrenamtlichen so qualifiziert, dass sie unmittelbar in die Begleitung einsteigen können. Während ihrer Begleitungen stehen die Ehrenamtlichen in engem Austausch mit den Koordinationskräften, um ihre Erfahrungen zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
    Das fünftägige Format stellt einen zentralen Bestandteil der Qualifizierung zur Hospizbegleitung dar. Es wird ergänzt durch intensive Praxisbegleitung, vertiefende Seminareinheiten und Supervision, die parallel zu den ersten Begleitungserfahrungen stattfinden. So wird sichergestellt, dass die Teilnehmenden auf die Anforderungen der Hospizbegleitung optimal vorbereitet sind und das Kurskonzept den Vorgaben des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV) sowie den relevanten Rahmenvereinbarungen entspricht. Nach einer praktischen Phase von etwa drei Monaten erfolgt schließlich die Übergabe des Zertifikats, das die Ehrenamtlichen als qualifizierte Begleiter*innen der Hospizarbeit auszeichnet.

    Zum Train-the-Trainer Konzept:

    Ziel ist es,
    • Kursleitungen in ein erprobtes Format anhand der Storyline-Methode einzuführen.
    • Die Anforderungen eines „Kompaktformates“ aus Perspektive der Kursleitung zu erproben und zu reflektieren.
    • Die Idee der Gesamtqualifikation zu kennen.
    • Anhand von Beispielen aus der Qualifizierung zur Begleitung von sterbenden Elternteilen und Abschied nehmenden minderjährigen Kindern zu lernen und Transferideen in andere Hospizeinsatzbereiche zu entwickeln.

    Das Train-the-Trainer Seminar ermöglicht, einzelne Methoden (u.a. die Storyline Methode) in der Kursgemeinschaft zu erproben und die „unvorhersehbaren“ Momente eines solchen dynamischen Curriculums genauer zu betrachten und zu reflektieren. Innerhalb des Seminars werden viele Praxisbeispiele durch die Dozentinnen, die selbst erfahrene Kursleitungen dieses Kompaktkurses sind, eingebracht. Anhand von Beispielsituationen aus der Hospizbegleitung gesunder Kinder und Jugendlicher in Familien mit einem schwer erkrankten Elternteil (Familienhospizarbeit) werden unterschiedlichste Familienkonstellationen mit verschiedenen Gesprächs- und Begleitsituationen verdeutlicht. Alle Teilnehmenden erhalten das Kurskonzept inkl. Verlaufsplänen (am Beispiel der „Familienhospizarbeit“ = Begleitung von Familien mit einem sterbenden Elternteil und Abschied nehmenden minderjährigen Kindern).

    Die Storyline-Methode nutzt die Kraft einer Geschichte, um über eine erfundene Realität einer Familiensituation, eine Verbindung zum wirklichen Leben zu schaffen, durch den die Lernenden Konzepte und Fähigkeiten erlernen.
    Die Inhalte des Kurses sind in Anlehnung an das Celler Modell entstanden. Themen des Kurses sind beispielhaft: Familiensystem, Rolle als Ehrenamtliche*r, Kommunikation, Sterben, Abschiednehmen und Trauer, Begleitung nach dem Tod. Das vorliegende Kurskonzept bietet beispielhaft Ablaufpläne für den Kontext der „Familienhospizarbeit“, kann aber durch Anpassung der Familie aus der Storyline Methode auch für die Hospizarbeit mit Erwachsenen oder die Kinder- und Jugendhospizarbeit übertragen werden.

    Es wird empfohlen als Team zu kommen und eine Kursleiterschulung z.B. nach dem sog. „Celler Modell“ absolviert zu haben.

    Leitung
    Antje Rüger-Hochheim (Dipl. Sozialpädagogin, Psychoonkologin, Systemische Familientherapeutin, Autorin des Kompaktkurses)
    Andreas Wolter (Examinierte Pflegefachkraft, Supervisor und systemischer Berater)

    Inhaltliche Verantwortung
    Malteser Fachstelle Hospizarbeit, Palliativversorgung & Trauerbegleitung, Köln

  • Inhalte:
    - Methodisch-didaktische Ansätze
    - Arbeiten mit einem dynamischen Kurskonzept (Storyline-Methode und Arbeiten im Raum)
    - Systemisches Verständnis von Familiensituationen und Kennenlernen spezifischer Belastungssituationen innerhalb einer Familie am Beispiel einer Familie mit einem sterbenden Elternteil
    - Kenntnisse zu Sterben, Tod und Trauer im Familiensystem
    - Grundlagen der Kommunikation
    - Reflektion von Begleitung und Helferinnenrolle/Helferrolle
Leitung:
Antje Rüger-Hochheim, Andreas Wolter


Zielgruppe:
Mitarbeitende in ambulanten Hospizdiensten und stationären Hospizen, die bereits Erfahrungen mit Ehrenamtsschulungen/-qualifizierungen zur Hospizbegleitung haben und mehrjähriges Erfahrungswissen aus der Hospizarbeit mitbringen.


Anmeldeschluss: 24.04.2025

Max. Personenzahl: 16

Kosten für Unterkunft/Verpflegung (zzgl. MwSt.): ca. 650,00 €

Seminarbeitrag: 500,00 €

Termin

27.07.2026, 11:00 Uhr - 30.07.2026, 13:00 Uhr

Ort

Evangelisches Augustinerkloser zu Erfurt Augustinerstr. 10 99084 Erfurt